Trend Mitarbeiterzufriedenheit – EuGH entscheidet zugunsten entlassener Altenpflegerin

Die aktuelle Trendbefragung der Mitarbeiterzufriedenheit auf dem Internetportal für Arbeitgeber Bewertungen http://www.jobvoting.de für den Zeitraum Juni bis Juli steht dieses Mal im Schatten des vergangene Woche gefällten Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, nach dem Arbeitnehmer, die gewisse Missstände bei ihrem Arbeitgeber öffentlich angeben, nicht entlassen werden dürfen. Dieses Urteil wurde im Rahmen eines Gerichtsprozesses gefällt, dass die Berliner Altenpflegerin Brigitte Heinisch nach ihrer Entlassung angestrengt und nun in letzter Instanz gewonnen hat. Das Verhalten von Frau Heinisch sei durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt.

Dass das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht immer auf eine solche Probe gestellt werden muss, sondern im Gegenteil oftmals starke Bindungen der Angestellten zu ihren Arbeitgebern existieren, beweist die nunmehr zum fünften Mal unter den jobvoting.de-Besuchern durchgeführte Trendbefragung zur Mitarbeiterzufriedenheit. In den Monaten Juni bis Juli gaben 14% (Vormonat 17%) der insgesamt 413 Befragten an, dass sie mit ihrer derzeitigen Arbeitssituation sehr zufrieden sind. Weitere 22% (Vormonat 20%) der Umfrageteilnehmer bestätigten, dass sie mit ihrem Arbeitsplatz zurzeit durchaus zufrieden sind. Zusammen genommen sind dies also 36% (Vormonat 37%) der Arbeitnehmer, die einen hohen bis sehr hohen Zufriedenheitsgrad aufweisen.

Als durchschnittlich zufrieden erklärten sich 18% (Vormonat 17%) der Befragten. Für 26% (Vormonat 28%) ist ihre derzeitige Situation am Arbeitsplatz nicht zufriedenstellend. Hinzu kommen noch einmal 20% (Vormonat 18%) der Umfrageteilnehmer, die mit ihrem Job sehr unzufrieden sind. Insgesamt sind es also 46% der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich eine deutliche Verbesserung in ihrem Arbeitsumfeld wünschen würden. Damit ist dieser Wert im Vergleich zum Vormonat konstant geblieben. Ein Trend lässt sich daher nicht erkennen, die Mitarbeiterzufriedenheit scheint sich auf diesem Niveau zu stabilisieren.