Arbeitszeitverkürzung wird von zwei Dritteln befürwortet

Vor einigen Wochen wurde in Deutschland die Debatte um die Einführung einer 30-Stunden Woche durch einen offenen Brief von Politikern, Wissenschaftlern und Gewerkschaftern angestoßen. Um abschätzen zu können, wie die Arbeitnehmer in Deutschland diese Debatte aufnehmen und ob sie überhaupt ausreichend Unterstützung in der Bevölkerung erhält, wurde auf http://www.jobvoting.de, dem ersten Internetportal für Arbeitgeberbewertungen, eine Umfrage unter den Besuchern diesbezüglich gestartet.

Jetzt liegen die Resultate der zweimonatigen Befragung unter insgesamt 645 Umfrageteilnehmern vor, die eine mehr alsArbeitszeitverkürzung eindeutige Antwort auf diese Frage bietet: Grundsätzlich wird die Idee der Arbeitszeitverkürzung in Deutschland von bislang 40 Stunden weitgehend befürwortet. Mehr als zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer sprachen sich demnach für eine Reduzierung der Wochenstunden aus. Allerdings teilweise mit unterschiedlicher Ausprägung. Kompromisslos befürworten 32% der Umfrageteilnehmer das Konzept einer 30-Stunden Wochen und halten sie unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Begebenheiten auch für durchaus umsetzbar. Weitere 24% der deutschen Arbeitnehmer ist zudem der Ansicht, dass immerhin eine 35-Stunden Woche ausreichend wäre, wie sie bereits teilweise in der Metallindustrie vorherrschend ist.

Hinzu kommen noch einmal 13%, die die Idee einer 30-Stunden Woche zwar grundsätzlich unterstützen, sie aber gegenwärtig nicht für umsetzbar halten. Zusammen genommen sind dies 69% der Befragten. Verbleiben 31% der Deutschen, die mindestens an der 40-Stunden Woche festhalten wollen. Diese setzen sich zusammen aus 20%, die die 40-Stunden Woche für das optimale Arbeitsmodell halten, und noch einmal 11%, die sogar der Ansicht sind, dass selbst 40 Stunden pro Woche zu wenig sind, um im internationalen Wettbewerb stand halten zu können.

Trend Mitarbeiterzufriedenheit im 1. Quartal 2013

Die Ergebnisse für die nunmehr achtzehnte Messung der Mitarbeiterzufriedenheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Portal für Arbeitgeber-Bewertungen http://www.Jobvoting.de liegen vor. Demnach hat sich die Zufriedenheit der Arbeitnehmer mit ihrem Beruf und Arbeitgeber weiter leicht aufgehellt. Die Ergebnisse werden in einer fortlaufend aktualisierten Trendanalyse zusammen gefasst und seit nunmehr zwei Jahren mittlerweile jedes Quartal auf Jobvoting veröffentlicht.

Im ersten Quartal 2013 gaben 17% (Vorquartal 17%) der insgesamt 621 Befragten an, dass sie mit ihrer derzeitigen Arbeitssituation sehr Mitarbeiterzufriedenheit Q1 2013zufrieden sind. Weitere 26% (Vorquartal 25%) der Umfrageteilnehmer bestätigten, dass sie mit ihrem Arbeitsplatz zurzeit durchaus zufrieden sind. Zusammen genommen sind dies also 43% (Vorquartal 42%) der Arbeitnehmer, die einen hohen bis sehr hohen Zufriedenheitsgrad aufweisen. Also wie bereits im Jahr zuvor werden während der Winterzeit saisonal bessere Werte gemessen. Im Februar 2011 waren es 49% der Befragten, die sich insgesamt als zufrieden mit ihrer Situation am Arbeitsplatz zeigten.

Als durchschnittlich zufrieden erklärten sich in der jetzigen Umfrage 10% (im Vorquartal waren es noch 12%) der Befragten. Für 17% (im Vorquartal 21%) ist ihre derzeitige Situation am Arbeitsplatz nicht zufriedenstellend. Hinzu kommen noch einmal 30% (Vorquartal 25%) der Umfrageteilnehmer, die mit ihrem Job sehr unzufrieden sind. Insgesamt sind es also 47% der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich eine deutliche Verbesserung in ihrem Arbeits- und Berufsumfeld wünschen würden. Damit ist dieser Wert im Vergleich zum November / Dezember um ein Prozentpunkt gestiegen.