Bitkom: Jeder zweite Berufstätige liest Arbeitgeberbewertungen

Mehr als jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) hat schon einmal nach Bewertungen von Arbeitgebern im Internet gesucht. Damit ist die Relevanz von Arbeitgeberportalen seit 2015 um sieben Prozentpunkte weiter angestiegen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom unter 1.009 Personen telefonisch durchgeführt hat. Ebenfalls wurde festgestellt, dass unter den berufstätigen Internetnutzern sogar fast jeder Zweite (45 Prozent) entsprechende Bewertungen online liest. Darunter sind die Online-Bewertungen offenbar besonders für die jüngeren Berufstätigen relevant für ihre Jobsuche.

Auch die Prozentzahl der wechselwilligen Interessenten, die durch die Erfahrungsberichte in ihrer Entscheidung beeinflusst wurden, ist weiter ansteigend. Gegenüber dem Jahr 2015 ist sie um acht Prozentpunkte von 76 Prozent auf 84 Prozent angewachsen. Nahezu jeder zweite Befragte (46 Prozent) wurde dabei in seiner Entscheidung für ein Unternehmen bestärkt. „Ob zur groben Orientierung oder zur Überprüfung nach einem ersten Kontakt: Online-Rezensionen spielen in der Arbeitswelt genauso wie in anderen Bereichen – etwa bei Produkten, Hotels oder Dienstleistungen – eine immer größere Rolle„, sagt Bitkom-Expertin Juliane Petrich. „Für viele Berufstätige sind Online-Bewertungen die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers.

Arbeitnehmer erwarten berufliche Verbesserung im neuen Jahr

Eine knappe Mehrheit von insgesamt 52 Prozent der Arbeitnehmer erwartet für sich eine berufliche Verbesserung im neu begonnenen Jahr 2015. Dies kann sowohl in Form eines entsprechenden Karriereschubs oder schlichtweg durch eine Gehaltserhöhung geschehen. Diese optimistisch Einstellung deckt sich weitestgehend mit der aktuell zu erwartenden positiven Wirtschaftsentwicklung und ist das Ergebnis einer Befragung unter 412 Umfrageteilnehmern auf dem Portal für Arbeitgeberbewertungen Jobvoting.

Demnach erhoffen sich 22 Prozent der Befragten eine deutliche Verbesserung ihrer derzeitigen beruflichen Situation. Weitere 30 Prozent erwarten immerhin eine leichte Steigerung des momentanen Status Quo auf AVerbesserung 2015rbeit. Zusammen genommen sind dies 52 Prozent, die mehrheitlich optimistisch auf das neue Jahr schauen. Etwas weniger optimistisch oder teilweise auch mit ihrer jetzigen Situation voll und ganz zufrieden sind 23 Prozent der Befragten, die für 2015 keine Verbesserung erwarten. Hinzu kommen 13 Prozent, die sogar mit einer leichten Verschlechterung der Arbeitsplatzsituation rechnen. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise eine geplante Versetzung, ein zunehmend angespannter Konflikt unter den Kollegen oder das erhöhte Risiko in 2015 entlassen zu werden. Zuletzt sind es noch einmal 12 Prozent, die mit einer deutlichen Verschlechterung rechnen.

Mehrheit der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungskurse

Die Mehrheit der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungskurse von ihren Arbeitgebern finanziert. Dies ergab jüngst eine Umfrage unter den Besuchern des Internetportals für Arbeitgeberbewertungen jobvoting. Demnach gaben 60% der insgesamt 652 Teilnehmer an, dass ihnen während ihres Berufslebens keinerlei weiterführenden Forbildungsangebote voll finanziert werden. Sie müssen für solche Schulungen außerhalb des Unternehmens entweder selbst in die Tasche greifen oder bleiben auf lange Sicht mit Blick auf den Karriereweg auf der Strecke.

Auf der anderen Seite gaben immerhin zusammen genommen 40% der Befragten an, dass sie hin und wieder eine WeiterbildungWeiterbildung finanziert bekommen. Nämlich 15% ein Mal im Jahr, 9% alle zwei Jahre, 8% alle drei Jahre und weitere 8% immerhin alle vier bis fünf Jahre. Unter diesem Gesichtspunkt verdeutlicht das Umfrageergebnis auch durchaus positive Aspekte der derzeitigen Situation für Weiterbildungen in deutschen Betrieben. Entscheidend für das Angebot an Fortbildungskursen dürfte insbesondere die Größe und wirtschaftliche Situation des Unternehmens sein. Dennoch wäre es aus Sicht der Wirtschaft wünschenswert, wenn generell auch die 60% Arbeitnehmer von solchen Schulungen profitieren würden, solange das Schlagwort vom High Performance Standort Deutschland auf lange Sicht nicht an Bedeutung verlieren soll.

Arbeitszeitverkürzung wird von zwei Dritteln befürwortet

Vor einigen Wochen wurde in Deutschland die Debatte um die Einführung einer 30-Stunden Woche durch einen offenen Brief von Politikern, Wissenschaftlern und Gewerkschaftern angestoßen. Um abschätzen zu können, wie die Arbeitnehmer in Deutschland diese Debatte aufnehmen und ob sie überhaupt ausreichend Unterstützung in der Bevölkerung erhält, wurde auf http://www.jobvoting.de, dem ersten Internetportal für Arbeitgeberbewertungen, eine Umfrage unter den Besuchern diesbezüglich gestartet.

Jetzt liegen die Resultate der zweimonatigen Befragung unter insgesamt 645 Umfrageteilnehmern vor, die eine mehr alsArbeitszeitverkürzung eindeutige Antwort auf diese Frage bietet: Grundsätzlich wird die Idee der Arbeitszeitverkürzung in Deutschland von bislang 40 Stunden weitgehend befürwortet. Mehr als zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer sprachen sich demnach für eine Reduzierung der Wochenstunden aus. Allerdings teilweise mit unterschiedlicher Ausprägung. Kompromisslos befürworten 32% der Umfrageteilnehmer das Konzept einer 30-Stunden Wochen und halten sie unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Begebenheiten auch für durchaus umsetzbar. Weitere 24% der deutschen Arbeitnehmer ist zudem der Ansicht, dass immerhin eine 35-Stunden Woche ausreichend wäre, wie sie bereits teilweise in der Metallindustrie vorherrschend ist.

Hinzu kommen noch einmal 13%, die die Idee einer 30-Stunden Woche zwar grundsätzlich unterstützen, sie aber gegenwärtig nicht für umsetzbar halten. Zusammen genommen sind dies 69% der Befragten. Verbleiben 31% der Deutschen, die mindestens an der 40-Stunden Woche festhalten wollen. Diese setzen sich zusammen aus 20%, die die 40-Stunden Woche für das optimale Arbeitsmodell halten, und noch einmal 11%, die sogar der Ansicht sind, dass selbst 40 Stunden pro Woche zu wenig sind, um im internationalen Wettbewerb stand halten zu können.

Überstunden werden nur selten fair ausgeglichen

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten für ihre im Betrieb geleisteten Überstunden vom Arbeitgeber keinen oder zumindest in ihren Augen keinen angemessenen Ausgleich. Dies ergab eine Umfrage über das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter 681 Teilnehmern auf dem Internetportal für Arbeitgeber Bewertungen http://www.Jobvoting.de im Mai bis Juli 2012.

Demnach erhalten insgesamt 33% der befragten Umfrageteilnehmer, also ca. 1/3 der Arbeitnehmer, keinen Ausgleich für ihre ArbeitsüberstundenAusgleich von Überstunden sei es in Form einer finanziellen Kompensation oder in Form eines Freizeitausgleichs. Weitere 19% vertreten die Ansicht, dass sie zumindest keinen adäquaten Ausgleich für ihre Mehrarbeit erhalten. Es werden zwar höhere Löhne ausgezahlt oder Überstunden können „abgebummelt“ werden, aber dies steht wohl nicht in einem fairen Verhältnis zu der erfolgten Mehrarbeit. Zusammen sind dies etwa 52% der Arbeitnehmer.

Auf die Frage, wie der Überstundenausgleich in ihrem Betrieb funktioniert, antworteten immerhin 22% der Befragten, dass der Ausgleich über mehr Freizeit erfolgt. Darüber hinaus können sich 10% über einen höheren Lohncheck am Ende des Monats freuen und noch einmal 16% haben sogar die Auswahl zwischen einem Freizeit- oder einem Gehaltsausgleich. Zusammen sind dies ungefähr 48% der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Ergebnisse decken sich zudem mit der bereits im März bis April 2009 durchgeführten Befragung auf Jobvoting.de, nach der ebenfalls weniger als die Hälfte der Arbeitnehmer einen Ausgleich für ihre über die vergtraglich geregelte Arbeitszeit hinausgehend geleisteten Arbeitsstunden erhalten. Dabei sind Überstunden in Deutschland keine Seltenheit, wie auch eine Umfrage im Mai bis Juni 2011 deutlich machte. Demnach arbeitet ein viertel aller deutschen Arbeitnehmer jede Woche über zehn Stunden länger, als die in seinem Arbeitsvertrag geregelte Wochenarbeitszeit vorsieht.

Rückschlüsse aus 6 Jahren Arbeitgeberbewertungen

Vor mittlerweile sechs Jahren ging mit http://www.Jobvoting.de das seinerzeit erste deutschsprachige Webportal für Arbeitgeberbewertungen ins Internet. Inzwischen hat sich das Thema Arbeitgeberbewertungen nach zahlreichen Medienberichten und stark wachsenden Nutzerzahlen in der deutschsprachigen Arbeitswelt fest verankert. Anhand dieser Arbeitgeberbewertungen oder auch so genannten Jobbewertungen bzw. Firmenbewertungen können Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber anhand eines Notensystems beurteilen, wodurch wiederum Jobsuchende mehr Transparenz über ihren potenziellen neuen Arbeitgeber erhalten.

Innerhalb dieser sechs Jahre konnten anhand der abgegebenen Arbeitgeberbewertungen vielseitige Rückschlüsse über die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit und das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezogen werden. Diese Ergebnisse wurden jetzt in einer Studie zusammengefasst und auf Jobvoting veröffentlicht. Zu den mitunter wichtigsten Erkenntnissen zählt ohne Frage, dass bei weitem nicht nur die dauerhaft Unzufriedenen ihre Arbeitgeber beurteilen, denn der Durchschnitt aller bislang abgegebenen Gesamtbewertungen liegt bei 3,3 (Schulnotensystem 1: sehr gut, 6 ungenügend) – also insgesamt recht ausgewogen. Darauf lässt sich für die weiteren Rückschlüsse aufbauen.

Des Weiteren wurden die Branchen und Berufe ermittelt, die offenbar für Arbeitnehmer überdurchschnittlich zufriedenstellend sind bzw. die Arbeitgeber die absolut richtigen Grundvoraussetzungen stellen, um eine möglichst hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu erzielen. Kreative und moderne Berufe wie z.B. der des Webentwicklers oder des Forschers schneiden bei dieser Auswertung am Besten ab. Dies lässt sich u.U. auf mehrere günstige Faktoren zurückführen. Dazu zählen sicherlich die gemäß der „Wer verdient was„-Gehaltsstudie höheren Löhne, die Möglichkeit sich besser im Beruf selbstverwirklichen zu können sowie die zeitgemäßeren Personalpolitikstrukturen in modernen, jungen Unternehmen.

Top Ranking Firmenbewertungen 2006-2011

Top Ranking Firmenbewertungen 2006-2011

Darüber hinaus wurden in der veröffentlichten Studie mitunter die Städte und Unternehmen vorgestellt, die bei den Arbeitgeberbewertungen in den vergangenen sechs Jahren am Besten abgeschnitten haben. Ferner wurde u.a. untersucht, welcher Arbeitnehmertyp tendenziell die höchste Mitarbeiterzufriedenheit aufweist. Der kostenlose Teil der Studie kann ab sofort unter der Rubrik „Karrieretipps“ im Artikel „Firmenbewertungen“ gelesen werden.

Gehaltscheck: Gehaltsunterschiede werden als ungerecht empfunden

Die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz befürchten im Vergleich zu ihren Kollegen ungerecht entlohnt zu werden, obwohl sie mindestens die gleiche Arbeit verrichten. Dies ergab eine Umfrage zum Gehaltscheck unter 319 Teilnehmern auf dem Internetportal für Arbeitgeber Bewertungen http://www.Jobvoting.de im Oktober bis November 2011.

Demnach befürchten 50% der im Gehaltscheck befragten Umfrageteilnehmer, dass sie weniger als ihre Kollegen ausgezahlt bekommen und empfinden dies als Ungerechtigkeit. Dabei ist es unerheblich, ob sie tatsächlich weniger verdienen oder aber die genauen GehaltsdGehaltscheckaten gar nicht kennen und nur annehmen, sie würden weniger Lohn erhalten. Diese Gehaltscheck-Annahme kann sich in der Regel erheblich auf die Motivation des Arbeitnehmers auswirken, weshalb hier von jedem Betrieb verschiedene Gegenmaßnahmen ratsam wären.

Nur für 3% der im Gehaltscheck Befragten glaubt ebenfalls weniger als ihre Kollegen zu verdienen, sehen aber nichtsdestotrotz kein ernsthaftes Problem darin und haben sich offenbar damit abgefunden. Weitere 9% sind zudem so einsichtig, dass sie die ungleiche Bezahlung nicht als Ungerechtigkeit einschätzen, sondern dafür verschiedene Gründe sehen, die dies rechtfertigen. Lediglich 10% schätzen nach dem Gehaltscheck ihr monatliches Gehalt so ein, dass es in etwa auf gleichem Niveau liegt, wie dass der Kollegen, die eine vergleichbare Tätigkeit verrichten.

Knapp 5% geben dann tatsächlich an, dass sie glauben zu wissen, dass sie mehr verdienen. Verglichen mit den 62%, die ihr Gehalt als zu gering empfinden, fällt dieser Prozentsatz deutlich geringer aus. Dies lässt erneut darauf schließen, dass die Mehrheit der im Gehaltscheck Befragten nur aufgrund von Vermutungen ihr Gehalt als niedriger einschätzt, tatsächlich aber keine allzu große Lohnschere in den Betrieben herrscht. Immerhin weitere 23% sind so nüchtern bei der Einschätzung ihres Gehaltsniveaus, dass sie sich in einem Gehaltscheck zu keinen Spekulationen über die Gehälter der anderen Kollegen einlassen und angeben, dass sie nicht wissen, ob sie mehr oder weniger verdienen.

EU Schuldenkrise: Arbeitnehmer fürchten finanzielle Einbußen

Nahezu zwei Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erwarten durch die weitere Verschärfung der EU-Schuldenkrise persönliche finanzielle Einbußen. Dies ergab eine Umfrage unter 307 Teilnehmern auf dem Internetportal für Arbeitgeberbewertungen Jobvoting.de im Juni bis Juli 2011.

Demnach befürchten 23% der Umfrageteilnehmer, sollte sich die Schuldenkrise von Ländern wie Griechenland und Irland auf andere EU Staaten

EU Schuldenkrise

EU Schuldenkrise

wie z.B. Italien ausweiten, dass dies starke negative Folgen für ihren Geldbeutel mit sich bringen würde. Sei es durch sinkende Reallöhne oder den Verlust fondsgebundener Anlagen. Weitere 24% der in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragten Personen gab an, dass die negativen Folgen für sie spürbar werden. Hinzu kommen 18%, die zumindest noch einen leicht negativen Einfluss befürchten. Hingegen sind 13% der in Deutschland, Österreich und der Schweiz lebenden Arbeitnehmer davon überzeugt, dass sich die Schuldenkrise der Euro-Länder nicht finanziell auf sie persönlich auswirken wird. Etwa 6% der befragten Personen sind sogar der Meinung, dass sie am Ende des Tages sogar von der derzeitigen Krise innerhalb der Europäischen Union auf die ein oder andere Weise finanziell profitieren werden. Die verbleibenden 16% können zurzeit noch schwer abschätzen, in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Nicht selten ist man aus Krisen auch durchaus gestärkt hervorgegangen.

Steuersenkungen – Arbeitnehmer erwarten höhere Nettolöhne

Nahezu drei viertel aller deutschen Arbeitnehmer erwarten als Ergebnis aus den von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten Steuersenkungen ein höheres Nettoeinkommen für sich. Dies ergab eine Umfrage unter 349 Teilnehmern auf dem Internetportal für Arbeitgeber Bewertungen www.Jobvoting.de im Juni bis Juli 2011.

Demnach versprechen sich 13% der Umfrageteilnehmer nach der Umsetzung der insbesondere von der FDP geforderten Steuersenkungen wesentlich mehr Nettogehalt. Weitere 21% der in Deutschland befragten Personen gab an, dass sie spürbar mehr Nettogehalt erwarten. Hinzu kommen 14%, die immerhin etwas höhere Nettoeinkommen erhoffen. Hingegen sind 13% der in Deutschland lebenden Arbeitnehmer davon überzeugt, dass die Steuerpläne der Regierung kaum mehr Geld in ihre Privatkasse spülen wird. Etwa 18% der befragten Personen sind sogar der Meinung, dass sie am Ende des Tages Netto keinen Cent mehr als bislang verdienen werden. Die verbleibenden 21% glauben ohnehin nicht an der Erfolg der geplanten Steuersenkungen und erwarten ein Scheitern der Regierungspläne.

Hohe Überstunden in Deutschland keine Seltenheit

Mehr als ein viertel aller deutschen Arbeitnehmer arbeitet jede Woche über zehn Stunden länger, als die in seinem Arbeitsvertrag geregelte Wochenarbeitszeit vorsieht. Demnach sind 25% der in Deutschland Beschäftigten im Durchschnitt mehr als zehn Stunden pro Woche länger auf Arbeit, als es vertraglich von ihnen erwartet wird. Dies ergab eine Umfrage unter 411 Teilnehmern auf dem Internetportal für Arbeitgeber Bewertungen www.Jobvoting.de im Mai bis Juni 2011.

Weitere 7% der in Deutschland befragten Personen gab an, dass sie durchschnittlich immerhin ca. 9-10 Überstunden in der Woche mehr arbeiten würden. Hinzu kommen 10%, die 7-8 Überstunden und noch einmal 11%, die im Durchschnitt 5-6 Überstunden jede Arbeitswoche ansammeln. Die verbleibenden 47% teilen sich auf in Arbeitnehmer, die 3-4 (16%) bzw. 1-2 Überstunden (13%) wöchentlich ableisten und diejenigen, die überhaupt keine Mehrarbeitsstunden zu tragen haben (18%).

Im Rahmen des Wirtschaftsaufschwungs und der damit verbundenen Abkehr von der in einigen großen Betrieben forcierten Kurzarbeitszeit, ist diese Prozentzahl an Arbeitnehmern, die jede Woche bis zu 10 Überstunden oder mehr ansammelt, keine wirkliche Überraschung. Je nachdem wie sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden Jahren entwickelt und wie in diesem Zusammenhang sich vor allem die demographische Entwicklung auf den Fachkräftemangel auswirken wird, werden sich die Umfrageergebnisse voraussichtlich in die ein oder andere Richtung verschieben.